Meine innere Welt- Richtigmachenwoller

Dies ist der sechste – und vorerst letzte Beitrag der Freitagsreihe Meine innere Welt, nähere Infos hierzu gibt es Hier.

Den vorherigen Beitrag zum Thema Fluchtinstinkt gibt es Meine innere Welt – Bühnenreif

Meine Farbe: weis, eine unaufregenden überall passende schlichte Farbe die keine besonderen Kombinationsregeln benötigt, jedoch aufträgt.

Mein Tier: Eine Schaf unter vielen, das die anderen braucht, genauso wie den beschützenden Hund und leitenden Hirten.

Eigentlich sitze ich nur da. Doch niemand sieht mir an was in mir vor sich geht. Ich versuch es mal wiederzugeben, doch ich kann gar nicht das treffen was ich wirklich meine- es geht so:

PsychischeErkrankungRichtigmacherwoller

Wie geht es Ihnen?

-Eigentlich bin ich gerade an einem tiefen Punkt angelangt, in gewisser Weise einer Sackgasse, die kein vor und kein zurück mehr ermöglicht. Verloren habe ich meinen Freund nach einem Jahr Beziehung und damit komm ich nicht zurecht, obwohl ich an allem selbst schuld bin.

Wie meinen Sie Schuld daran zu sein? Haben Sie etwas falsch gemacht?

-Ich habe mich immer wohl gefühlt an seiner Seite, wir haben viel Zeit miteinander verbracht, wie es Paare in unserem Alter wohl tun und ich dachte immer er fühlt so wie ich. Plötzlich ist  es ihm “zu viel geworden”, wie er immer sagt und hat sich getrennt. Ich hätte schon früher fühlen müssen, dass es ihm nicht gut geht an meiner Seite, dass er mehr Freizeit braucht und ihm das vorschlagen müssen.

Denken Sie, dass ihr damaliger Partner nicht auch seine Gefühle mal hätte ansprechen müssen?

-Nein, also er ist da einfach nicht der Typ der darüber redet, er hat ein sehr großes Harmoniebedürfnis und ich mag ja auch keine Konflikte. Letztlich liebte ich ihn ja und hätte fühlen und wissen MÜSSEN, dass es ihm nicht gut geht. Ich bin echt das Letzte. Mit meiner Art vergraul ich noch jeden Mann und nun bin ich 35 und hab die Familie die ich mir immer gewünscht habe schon wieder versaut. Genauso wie bei der Arbeit, da werde ich wohl auch bald gekündigt.

Was gab es denn dort für Zwischenfälle?

-Mittlerweile arbeite ich seit 6 Jahren in der Firma und seit Dennis mich verlassen hat, habe ich schon immer wieder Schwierigkeiten mich zu konzentrieren. Es ist der reine Spießrutenlauf, mir darf ja niemand was anmerken. Also muss ich mich zusammen reißen und lächeln, freundlich und schlagfertig sein wie immer. Als mein Kollege mich dem letzt mal fragte, ob denn alles ok wäre, ging gar nichts mehr, ich musste aufs Klo verschwinden und weinte wie ein kleines Mädchen. Dann ließ ich mich sogar krankschreiben, der erste AU Tag seit meiner Einstellung. Wenn man Chef nun mitbekommt, dass ich längere Zeit krank bin, dann sehe ich die Kündigung schon kommen. Und wie immer hätte ich es verhindern können. Hätte ich Dennis mehr Zuwendung gegeben und sensibler auf seine Bedürfnisse reagiert, dann hätte ich handeln können und die Beziehung retten.

 

 

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