Du bist was du isst #Werbungistblöd

Weißer Strand, türkises Meer, lange glatt rasierte Frauenbeine, eine blonde Traummähne und der Körper eines Supermodels. Karibische Klänge, der große runde Strohhut und schwups das leckere Kokosteilchen verschwindet in  den, durch wohlgeformten Lippen umrandeten Mund der Beauty. Raffaelo. Nicht irgendeine Süßigkeit – nein weit gefehlt!- es geht um die Leckerei der wahren Strandschönheit und schon die ersten drei Töne der Werbemelodie lassen den Werbefilm innerlich abspielen.

Nur komisch: ich esse jetzt schon die halbe Packung, die Speckfalte im Sitzen am Bäuchlein, dass wirklich schon mal straffer war, will nicht schwinden. Die kurzen Beine sind immer noch stoppelig, weil das letzte Mal rasieren 3 Tage her ist und statt Meer und Sonne zeigt mir mein Bürotisch einen dicken Stapel Arbeit. Irgendwas habe ich falsch gemacht, oder was will mir die Werbung damit sagen?

 

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Resumé

Als ich im März mit dem Bloggen anfing, hatte ich tausend Ideen wie es werden könnte, sollte, müsste. Mittlerweile bin ich etwas angekommen. Ich nehme mir den Druck heute/morgen etwas schrieben zu müssen, suche nicht verzweifelt nach mega interessanten Mainstreamthemen die in mein Genre passen, oder verkünstel mich in hoch geladenen Bildern. Die Statistik zeigt, dass es ein paar Menschen gibt die bei mir vorbei schauen, manchmal was Nettes hinterlassen und das freut mich. Mein Blog gibt mir die Möglichkeit, frei und kreativ zu sein. Nichts beweisen zu müssen. Es ist vielmehr eine recht anonyme Austauschplattform, bei der ich über In- und Output entscheide. Mein Blog ist weder besonders interessant, stylisch oder wichtig aber er wurde wie ein Hobby. Heute schaue ich  gerne ältere Beiträge an und sehe wie sich die Beträge und damit auch ich mich geändert habe. Inspiriert von den vielen anderen Blogs die ich hier gelesen habe, bekomme ich immer neue Ideen von Rezepten, über Do it Yourself Basteleien bis zu nachdenkenswerten Themen. Obwohl jeder für sich ist, fühl ich mich hier angekommen.

Damit danke allen die hier ihre Texte und Bilder veröffentlichen und natürlich die, die mir ein Feedback geben.

 

Macht der Gewohnheit

Kaffee und Kippe,

Umarmung zum Hallo sagen: Rechter Arm etwas oberhalb dem linken,

Einschlafen auf der linken Seite gedreht in Embryonalstellung,

Kaffee mit einem Schuss Milch- bloß nicht zu viel aber ohne Milch ungenießbar,

Schnitzel mit Ketchup und Mayo,

Eis in der Waffel und beim Schlecken möglichst lange und gleichmäßig am Rande im Kreis vorarbeiten,

Der Gutemorgen-, Tschüss- und Hallokuss beim Liebsten, auch wenn die Stimmung im Moment nicht gerade die prickelnste ist,

In den Urlaub grundsätzlich mehr mitnehmen als man braucht und dennoch alles waschen wenn man wieder daheim ist,

Das ich dich auch am Ende des Telefonates.

Es gibt Dinge die schleichen sich ein, manche mehr oder weniger bewusst. Verhalten oder auch Denkweisen die sich selbstverständlich und normal anfühlen. Erst wenn man jemand begegnet, der das anders macht, fällt es einem vielleicht auf, wie man fast schon zwanghaft auf gewisse Reize reagiert. Man Handelt ohne zu denken, obwohl man fest davon überzeugt ist, nicht gerade eine abwesender roboterhafter und vor allem vorhersehbar agierender Mensch zu sein. Momente die uns genau das wiederlegen tauchen auf und bringen uns zum Nachdenken und vielleicht auch zum Schmunzeln. So ist der heutige Bäckerbesuch anders abgelaufen als sonst:

Hallo was darfs sein?

-Vier Körnerbrötchen und ein Baguette bitte

Darfs sonst noch was sein?

-Nein danke, ist alles.

Fünfeurodreiundzwanzig

-Fünfdreizig. Dankeschön

Danke

-Einen schönen Tag noch

Ihnen auch

-Ebenfalls.

In dem Moment hab ich die Dopplung gar nicht wahr genommen, der neue Kunde wurde schon bedient und während ich zum Parkplatz lief musste ich feststellen, dass ich wohl nicht ganz bei der Sache war.