Meine innere Welt – Ordnungsfimmel

Dies ist der dritte Beitrag zur Reihe Meine innere Welt, nähere Infos hierzu gibt es Hier.

Den vorherigen Beitrag vom letzten Freitag zum Thema Trauer könnt ihr hier gerne nachlesen.

Meine Farbe: weiß, wie eine sterile Flecken lose Oberflächenstruktur mit einer glatten kühlen Beschaffung.

Mein Tier: Eine Schlange, die mit ihrer Anmut und Eleganz ihre Umwelt überblickt, die langsam und mit bedacht sich bewegt und doch im richtigen Moment blitzschnell zuschnappt.

Eigentlich sitze ich nur da. Doch niemand sieht mir an was in mir vor sich geht. Ich versuch es mal wiederzugeben, doch ich kann gar nicht das treffen was ich wirklich meine- es geht so:

Ordnungszwang

Ordnung ist das halbe Leben? Nein, wohl eher das Ganze. Geregelte Abläufe vereinfachen, schaffen Orientierung, sind verlässlich. Ich plane heute die Mahlzeiten der Woche, lege den Einkaufszettel gemäß der Ordnung im gewohnten Supermarkt an. Eingekauft wird, wie jeden Montag um 10.05 Uhr. Denn um diese Urzeit sind die Waren noch frisch genug, die Berufstätige schon wieder weg, die wenigen Rentner noch nicht da und der Verkehr  ideal, sodass es gerade einmal 3 Min und im Schnitt 40 Sekunden von meiner Tiefgarage bis zum Parkplatz dauert. Außerdem sind alle Waren frisch am Morgen eingelegt worden, da am Sonntag die Regale leer sind. Auf den Einkaufswagen verzichte ich zwar nicht, desinfiziere ihn jedoch am Handlauf, so wie jeden Montag. Bereits im Voraus berechnete ich den Endpreis, sodass ich an der Kasse bar und passend bis auf den Cent bezahle. Es sind 52 Waren in meinem Wagen, wobei das Obst wie die Trauben als eine Sache gezählt werden darf. Im Auto zurück bediene ich die Lautstärkenreglung des Radios und stelle ihn auf eine gerade Zahl. Ich warte bis die Musik erklingt und mache mich auf den Heimweg. Dabei zähle ich die 6 Ampeln und 8 Leitpfosten, nehme die tägliche Bäckerschlange (heute 4 Kunden bei gerade einmal einer Verkäuferin) wahr und erhasche einen Blick auf die Kinder welche zum Sportunterricht (der Beginn muss wohl um  11.15 Uhr sein) laufen. In der Garage, lade ich den Wagen aus und vergewissere mich an allen Türen ob abgeschlossen ist. Man weiß ja nie. Beim Treppensteigen wird wie immer jede zweite Stufe ausgelassen. Mit den schweren Einkaufstüten ganz schön wackelig und doch halte ich mich strikt daran, meiner Gewohnheit treu zu bleiben. In der Wohnung wasche ich die Hände- 5 Sekunden unter kaltem Wasser, seife mich 20 Sekunden ein, bis über die Unterarme und spüle dann bei heißem Wasser die Hände gründlich ab. Die Herausforderung hier, schnell genug die Seife abgewaschen zu haben, bevor das Wasser zu heiß wird. Klappt nicht immer ohne Schmerzen, aber die aktuelle medizinische Arztseife ist leicht abwaschbar. Anschließend wechsel ich die Kleidung von meinem Ausgehoutfit mit brauner Hose und weißem Poloshirt zum schwarzen Hemd mit blauer Chino. Die alte Kleidung wird auf links ausgezogen und in den Wäschekorb gelegt – natürlich farblich getrennt.

 

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One thought on “Meine innere Welt – Ordnungsfimmel

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