Feder im Wind

Es ist wie es ist. Eigentlich ein simpler Rückschluss, resultierend  aus der Erfahrung nicht alles beeinflussen zu können. Mal für Mal erfahren zu haben, dass nicht die größten Bemühungen, das lenken können was andere betrifft. Dem Schicksal,Glück, der Handlungen und der Wohlgesinnung der Meinungsgebenden ausgeliefert, mit der Hoffnung, dass schon alles irgendwie wird. Naiv? Wohl eher Grundvertrauen in die Sinnhaftigkeit des Lebens. Darauf bauend, nicht nur eine im Wind wehende Feder zu sein. Nicht nur dem Wind und Wetter ergeben vollkommen tatenlos und rein zufällig an einem seidenen Faden hängend. Sondern vielleicht eher als Teil einer größeren wichtigen Einheit seinen Dienst zu tun.

Bildlich wohl eher ein Teilchen des Mobiles, welches nur im Ganzen funktioniert, welches schon den Verlust einer der kleinen Außenteilchen durch sofortigen Schiefstand bemerkt. Langfristig den Geist aufkippt in der unguten Balance. Als kleines Teilchen zwar die Daseinsberechtigung erteilt haben zu bekommen und dennoch darauf angewiesen zu sein,  dass da noch die anderen sind, die Fäden stabil, der Motor läuft, die Batterien voll und eine freie Aufhängung als weitere Voraussetzung für unseren Einsatz vorhanden ist.

Die Erfahrung zeigt deutlich, dass die abermaligen Versuche aktiv alles auf einmal zu wollen und dabei den eigenen Handlungsspielraum nicht realistisch berücksichtigt wird, Misserfolge mit sich bringen. Als gescheitertes Element anerkennen zu müssen nur ein Teil vom Ganzen sein zu können. Der Spannungszustand muss ausgehalten werden. Das Umdenken der eigenen Verantwortung passieren. Verantwortung nicht für alles und jeden sondern nur für sich selbst aufnehmen zu können. Akzeptieren zu müssen, dass es auch geliebte Menschen geben wird, die offensichtlich nicht auf den richtigen Weg gehen wollen. Die nicht bereit sind oder keine Notwendigkeit darin sehen ihr Leben umzukrempeln. Akzeptieren müssen, dass der Mensch seine instinktiven Trieben trotz Bildung und Beherrschung von Fremdsprachen unterliegen ist. Anzuerkennen, dass das Gute nicht ohne das Böse sein kann, es immer Menschen geben wird die morden werden, egal wie sie juristisch behandelt werden.

Es ist wie es ist. Wissend, wo die eigenen Grenzen sind wird es einfacher die Welt – die Menschen- auszuhalten. Wir müssen nicht alle verstehen, so wie auch nur wir uns selbst verstehen können. Wir dürfen unser Leben leben, auch wenn das Unheil auf der Welt wütet. Wir dürfen uns freuen und uns beschenken, auch wenn jede Minute ein Mensch verstirbt. Wir müssen uns nicht überall verantwortlich zeigen. Denn es gibt Dinge, die sind wie sie sind.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s