Meine innere Welt -Anmerkung-

 

Inspiriert von meiner Arbeit mit den grundsätzlich besten Patienten und Patientinnen der Welt, möchte ich eine Reihe von Vorstellungen der einzelnen -leicht überspitzten- Krankheitsbilder und deren Auswirkungen auf die Menschen veröffentlichen. Dabei ist es mir wichtig zu betonen, dass die Auswirkungen eine sehr individuelle Geschichte sein können, da letztlich nicht nur „Die Krankheit“ Einfluss auf uns hat, sondern ebenfalls unser Charakter und unser Wesen darüber entscheidet wie wir mit Krankheitssymptome umgehen können. Selbstverständlich, sind die Darstellungen zwar an reale Begegnungen und Menschen geknüpft und dennoch nicht aus deren Sicht, sondern vielmehr meinem Eindruck sowie Assoziationen gepaart.

Vielleicht kann mein Beitrag ja dabei helfen, etwas mehr Licht in die unbekannte Welt von psychischen Krisen zu bringen, ein Schmunzeln erzeugen, wenn man sich vielleicht selbst in einem der Darstellungen (phasenweise) erkennen kann oder einfach Interesse an der Vielseitigkeit des Menschens wecken. Zu guter Letzt, bitte ich zu bedenken, was schon normal ist.

-> Den ersten Beitrag gibt es hier schon in Kürze!

Zur Einstimmung die Fragen:

Welche Farbe gibt deine Stimmung wieder? Und warum?

Welches Tier wärst du? Und warum?

Entspannungslektüre gefällig?

Comics fand ich schon immer schön. Sie zeichnen sich nicht durch ihre Aufwändigkeit aus, sondern Ihnen gelingt es mit wenigen richtigen Pinselstrichen eine ganze Geschichte zu zaubern. Nun ja ich gebe zu, einer großen literarischen Interpretation wie aus Schillers oder Goethes Werke, dienen sie vielleicht nicht, aber ist das denn auch wirklich nötig? Denken wir nicht schon alle genug in unserem Alltag, machen uns Sorgen um Gott und die Welt und wollen nicht auch mal Unterhaltung?

Was für manche der Fernseher am frühen Nachmittag ergibt, ist für mich ein Comic. Auch dabei muss ich nicht viel denken und darf den platten Humor lesen und mich daran freuen. Begutachte gespannt die bekannten in kräftigen Farben gemalten Figuren, die ich alle erkenne ganz im Gegensatz zu Schauspielern aus dem realen Leben. Comics sind in sich geschlossen stimmig und auch die schiefen Striche gehören dazu. Sie machen sie gerade so einzigartig und liefern den Wiedererkennungswert. Micky Maus, Goofy, Lucky Luke, Donald Duck, Super Mario, Winni Pou oder Batman- sie waren die Helden meiner Kindheit und bis heute bin ich ein Fan von ihrer simplen, ehrlichen Art.

 

Geliebt- Vermisst- Gefunden?

Am 03. April 2014 ist ein kleines schwarzes Katerchen geboren. Seine Besitzer verkauften die Geschwister, nur das Katerchen wollte niemand haben und auch seine Mama wollte ihn nicht mehr säugen. Da wir zwar schon eine Katze von der Tierschutzstelle hatten, aber diese recht unkompliziert war und sich sicher über Gesellschaft freute, haben wir den Kleinen abgeholt und er ist bei uns mit gerade mal 6 Wochen eingezogen. Da seine Mama ihn schon eine Weile nicht mehr gepflegt hatte und die Vorbesitzer weder Entwurmung noch Tierarzt, war die erste Zeit etwas aufregend. Mit einem angefeuchteten Waschlappen haben wir ihm beigebracht wie man sich putzt, die Kittenmilch schleckte er ganz fleißig und die schon vorhandene Katze spielte auch mit ihm- nur wenn er es zu bunt trieb ging sie ihm aus dem Weg. Der kleine Kater wurde größer und nach ein paar Wochen durfte er das erste Mal zusammen mit uns in den Garten. Ganz an uns orientiert blieb er immer in der Nähe und erkundete langsam die Welt. Auch unseren Umzug in ein Haus mit noch mehr Platz direkt am Waldrand, die Kastration mit 5 Monaten und vor Allem die Vergesellschaftung mit einem Husky meisterte der prächtige Kerl mit Bravour. Obwohl er nie der große Schmuser war kuschelte  er sich manchmal am Abend auf meinen Schoss und schnurrte ganz laut. Der Husky wurde zum besten Freund, das Hundekörbchen wurde dem Kater überlassen, der Husky schlief daneben. Der Kater lernte “Sitz” und konnte Apportieren. Beim täglichen Spaziergang mit dem Hund begleitete er uns, nur wenn es sehr heiß war, miaute er und wollte das letzte Stück getragen werden. Doch die 6 km lange Strecke liefen wir fortan täglich gemeinsam. Der Kater war ein stattlicher 5 Kilo Kater, mit bester Gesundheit, ein ausgezeichneter Jäger (Libellen, Amseln, kein Problem) und beeindruckte Gäste mit seinen charmanten Kunststückchen. Ganz gegensätzlich zu der Erstkatze (mittlerweile 5 Jahre alt), war er nicht scheu und katzenhaft sondern eher wie der Hund neugierig und unerschrocken.

An einem Freitag Morgen im November 2016 ist seine offene neugierige Art ihm zum Verhängnis geworden. Bei den Nachbarn war der Handwerker da und die Tür des Transporters stand einladend offen. Der kleine Mann kletterte neugierig hinein und wurde beim Schließen und wegfahren nicht bemerkt. 10 km entfernt sprang er schnell aus dem Transporter hinein in die unbekannten Wiesen und Wälder.

Derweil suchten wir ihn und waren schon besorgt als er weder zum Spaziergang noch zum Abendessen kam. In der Nachbarschaft fragten und suchten wir nach ihm und ein Hinweis führte erst am kommenden Montag zu der Handwerksfirma. Erst ein klärender Anruf mit der Sekretärin ergab, dass unser kleiner schwarzer Freund tatsächlich dort ausgestiegen ist. Mit dem Auto rasten wir an Ort und Stelle wo unser Kater vor 3 Tagen aus dem Transporter gehüpft ist. Alle Nachbarn des sehr kleinen Örtchens sowie die umliegenden Bauernhöfen suchten wir auf, doch niemand hatte den Kater gesehen. Unsere Suchaktion wurde mit Plakaten, Internet- und Zeitungsannoncen, Tierarzt-/Tierheimkontakten und nächtlichen Spaziergängen mit Futterdosengeklapper erweitert. Lange Zeit gab es keine Reaktion und bei jeder schwarzen Katze im Umkreis von 30 km hielt ich an, sprang aus dem Auto und dachte es könnte unser Kater sein. Als wir kontaktiert wurden und ein Katzenfinder angab er habe unseren Kater gefunden, könnte die Tattoonummer aber nicht eindeutig identifizieren dachte ich er wäre es, fuhr in Windeseile die knapp 10 km östlich und fand eine schwarze Katze vor. Unser Kater wurde nicht gefunden. Auch die zwei anderen Menschen die sich bei uns gemeldet haben, wurden aufgesucht ganz schnell, voller Hoffnung, Leckerlies und dem Transportkorb. Leider ist unsere Suche bis heute vergeblich.

Das Gefühlschaos von Hoffnung zur Enttäuschung strapazierte uns und im März entschloss ich mich dazu nicht mehr aktiv mich zu freuen sobald sich jemand meldet, sondern misstrauisch zu bleiben, damit ich mich etwas schützen kann. Als absoluter Hundefan, waren die Katzen für uns eher zufällige Begegnungen, nie hätte ich gedacht, dass mir Katzen so ans Herz wachsen werden, zumal sie sehr viel unabhängiger und weniger treu als Hunde gelten. Heute weiß ich, dass ich dennoch meinen Kater als Mitglied unseres Haushaltes angesehen habe, ich hoffe er hat ein schönes neues Zuhause vielleicht in einem der Bauernhöfe gefunden, muss weder hungern noch frieren. Doch innerlich bleibt die Hoffnung dass wir ihn vielleicht doch eines Tages wieder finden. Er bleibt in meinem Herzen.

lunatic asylum

Irrenanstalt, Geschlossene, Klapse, Nervenklinik,.. die Liste der umgangssprachlichen Bezeichnungen für psychiatrische Kliniken ist lang und kreativ, vor allem steckt dahinter jedoch ein Bild der Abnormalität, vollkommen anderen Verhaltensweisen und Reaktionen der dort behandelten Menschen. Zum Teil geht es soweit, dass Menschen in Psychiatrien entmenschlicht werden, als ob sie durch eine Krankheit ihre Gehirne, Herzen und Seelen verloren hätten. Continue reading

Chaosmagnet

Erst fällt das Handy in die Toilette, dann wird der Geldbeutel im Laden vergessen, das Auto will nicht mehr und es scheint als ob das Pech nicht größer sein könnte. Aber schlimmer geht immer: Die weiße Leinenhose bekommt um 8 Uhr einen Kaffee fleck, auf der Heimfahrt schlägt der Blitzer in der 30ger Zone zu. Es gibt Tage die machen einen einfach fertig. Was bringt das Ärgern und Verzweifeln, ist man schon genug am Leiden. Stattdessen kann mans sportlich nehmen, endlich daheim, Bikini an, ab in den Pool, da gibt es kein Problem!