Heute ist Überraschungstag!

Obwohl wohl die meisten Familien, mit der Zeit ihren Muttertagrhythmus, gibt es doch immer wieder typische unausgesprochene Regeln und Verhaltenskodex die am Muttertag erwartet werden.

Heute auf dem Weg in die Hochschule, konnte ich so einige Männer und Männer mit Kindern sehen, die unterwegs waren, um noch ein paar Blümchen zu besorgen, oder die liebe Mama mit Brötchen zu verwöhnen. Gut, wenn man noch zusammen in einem Haushalt wohnt und die Kinder auch noch ganz klein sind, sind es vielmehr die Männer der Mütter die heute die Logistik und Planung im Namen der (Klein-)Kinder vorbereiten. Doch mit der Zeit wird die Verantwortung mehr und mehr in die Hände der Kinder, die ihre Mütter heute ehren und überraschen sollen gegeben. Dabei reicht es natürlich nicht, einander Zeit miteinander, eine Umarmung oder liebe Worte zu schenken, sondern auch materiell soll Mama was als Dank für ihre Mutterschaft erhalten. Ob Schule oder Kindergarten, die Basteleien für die Mama werden dabei von den Bildungseinrichtungen gefördert und auch fast schon eingefordert (“Emma mal doch deiner Mama auch ein Bild zum Muttertag, wie alle anderen Kinder!”). Doch mit dem eigenen Erwachsenwerden, ist da niemand mehr der einen zu der Erfüllung des heutigen Tages erinnert oder böse gesagt schon zwingt, kann es unter Umständen zu Vergessen des Muttertages kommen. So schrieb heute morgen ein Kommilitone in unsere Whatsapp-Gruppe, wo er auf die Schnelle noch ein unkonventionelles und besonderes Geschenk herbekommen kann, er will seine Mutter nicht mit leeren Händen enttäuschen. Andersrum gibt es aber auch Hochschulen, die von dem heutigen Tag eher weniger halten und Pflichtseminare auf dieses Wochenende und damit auch auf heute von 9 bis 14 Uhr legen. Folge davon sind enttäuschte Mütter, die unter Umständen realisieren, dass ihre Mutterschaft immer weniger wertgeschätzt wird, seit die Kleinen Groß geworden sind. Gut hier, wer mehrere Kinder hat und damit die Chance potenzieren kann, heute entsprechend der Erwartungen Aufmerksamkeit, Gaben und schöne Aktivitäten, mit den vor vielen Jahren geborenen und mühsam aufgezogenen Nachkommen, zu erhalten.

Auch wenn Mütter ihre Enttäuschung darüber nicht unbedingt aussprechen (Wer will schon um gemeinsame Zeit buhlen?), als erwachsenes Kind kann ich mich insofern in eine Mutter hineinversetzen, dass ich diese einfach mal fest vermute. Folge davon ist, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, ausgerechnet heute, an dem Tag an dem jede/r seine/ihre Mutter feiert nicht bei ihr sein kann. Und kurzer Hand beschließe ich sie zu überraschen. Direkt nach der Hochschule mich ins Auto zu sitzen, 150km zu ihr zu fahren und dann mit Schokolade und etwas Selbstgebasteltem (ein Glück das ich noch Mandalas hatte) aufzukreuzen. Obwohl sie das alles nicht erwartet und man in meinem Alter auch etwas (sehr viel) Schön(er)es kaufen könnte weiß ich, dass sie sich freuen wird, denn die Geste zählt und schließlich hat sie sich vor über 20 Jahren auch über Selbstgebasteltes gefreut- und mittlerer Weile kann ich deutlich besser in den schwarzen Randlinien bleiben!

In diesem Sinne wünsche ich auch euch einen schönen Muttertag- Ob mit (Gedanken bei) Mütter, Kinder oder doch lieber allein und einfach froh über das Wetter und auf der Welt sein zu dürfen.

 

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