Ja Nein Vielleicht?

Entscheidungen gibt es täglich viel zu viele für mich. Dabei geht es nicht unbedingt um wirklich wichtige Entscheidungen, die wenn dann nur hier und jetzt entschieden werden können, nein es sind auch alltägliche Dinge die Tag für Tag auf dem Entscheidungstisch stehen. Denn dieser Artikel meint nicht die Entscheidungen Continue reading

Advertisements

Flohmarkt

Was nützt mir ein besonderes Kleidungsstück, wenn die Herkunft dank der Produktionskosten aus Fabriken mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen stammt und die Arbeiter*innen letztlich lächerliche Lohnkosten bekommen im Vergleich zu dem Endpreis der Markenmode? Will ich Komplimente dafür erhalten, wohlwissend dass ich die Ausbeutung der Menschen in ärmeren Regionen unterstütze in dem ich die Nachfrage Continue reading

Lebensmoment

Beständig trotzt sie dem Wind, bekommt ihre Facette verliehen von den Einflüssen ihrer Umwelt. Jede Furche, jeder Riss ihrer Fassade hat eine Ursache, welche aus einer Reihe von Gegebenheiten in ihrer Macht, mal offensichtlich, mal scheinbar unauffällig auf sie eingewirkt hat. Je nach Stimmung kann sie tröstend, mal wuchtig Continue reading

To Do

Listen liebe ich für mein Leben gern. Es sind weniger die Aufzählungen was alles zu tun/ einzukaufen/.. ist, sondern vielmehr das abarbeiten und durchstreichen. Nach wie vor lebt irgendwo tief in meinem Hirn die naive Hoffnung, dass wenn ich alles so schnell wie möglich erledige, ich dann später frei habe. Dass ich quasi durch Vorarbeit Continue reading

Sonntagabend

Der Abend ist noch jung und könnte uns gehören. Nur du und ich ganz alleine. Es braucht kein Schnick Schnack, keine Kerzen, kein teures Parfüm, kein romantischer Song. Du bist mehr, als dass ich mit meinen Sinnen aufnehmen kann. Dein Gesicht mit jeder Pore, jedem Bartstoppel, kleinen Fältchen um die Augen, winzig kleine Muttermale die jedesmal mir neu aufzufallen scheinen. Deine kühle sanfte Augen, träumend drein herblickend oder sanft geschlossen. Du bist besser als Continue reading

Die Freundschaft und das Groß werden

Es gibt viele Dinge, die sich in den ersten beiden Jahrzehnten ganz gewaltig verändern. Ob Selbstständigkeit, Selbstverwirklichung, Freiheitsbestrebungen, Verantwortungsbewusstsein,  Besitzvermehrungen, Moralisieren, Rationalisieren, Expandieren. Wir werden stärker, forscher, blühen meist auf mit den neu gewonnen Freiheiten, sind flexibel wie eh und je, können tun und lassen was wir wollen. Ziehen daheim aus und sind nur Herr(in) über uns selbst, gehen ins Bett Continue reading

Schrunden und Tape

Es ist endlich wieder warm genug mit gepacktem Rucksack ab in die Natur abzuhauen. Schmale Trampelpfade mitten im schönen Wald führen hinauf an den Ort, an dem Schweiß, Magnesia, Steine und vorallem Erfolgserlebnisse in Massen fliegen.Der bebilderte Führer in der Hand sagt noch nicht klar, wo unser heutiges Abenteuer stattfindet, was nicht zuletzt daran liegt, dass aus Trampelpfadperspektive Continue reading

Wie Mama und Papa uns die Welt erklären…

Neulich beobachtete ich in der Gemüseecke, im Supermarkt um die Ecke, wie ein kleiner Junge seine Mutter fragte, was denn das für grüne Kugeln seien. Die Mutter antwortete genervt, dass das Blumenkohl sei, aber das schmecke ganz fürchterlich. Der Junge fragte nicht weiter und die erhaltene Antwort schien ihn zufrieden zu stellen. Ernüchternd mahlte ich mir aus, wie viele Kinder und Erwachsene in der ach so fortschrittlichen Bundesrepublik, Continue reading

Die kleinen Dinge im Leben

Ohne Wecker aufgewacht, ein kontrollierender Blick auf das Handydisplay auf dem Nachttisch zeigt, es ist noch früh am Morgen. Ohne das zuletzt geträumte in Erinnerung zu haben, innerlich bleibt ein beflügelnder positiver Nachklang. Zwischen den Rollläden spalten lässt sich der Frühling erahnen. Ein kontrastreicher heller Schein zwischen den dunklen Balken. Ist es der blendende Himmel oder der Sonnenschein? Der Tag lockt, die Neugier was er heute bringen wird treibt aus dem warmen Bett. Leise aus den Laken stehlend, bedacht den noch selig schlafenden Partner nicht zu wecken, auf Zehenspitzen tippelnd, der Raum wird verlassen. Ganz sachte die Türklinge zurück in das Schloss gleiten lassen. Auf dem Weg zur Küche ein kleines Miau streift meine Beine. Und tippelt erwartungsvoll neben mir her. Ich lasse mich am Fenster neben der Heizung angelehnt auf dem Boden nieder. Die Katze sehnsüchtig sich streckt und das Köpfchen an meiner Hand reibt. Ihr Schnurren zeigt wie sie die Streicheleinheit genießt, versichert dass alles gut ist und es genau richtig war aufzustehen. Das Glück wird von uns geteilt, über den seltenen Moment der Ruhe frei von Zeit und Leistungsdruck. Ich öffne die Terassentüre und kalte frische Morgenluft strömt in das warme Heim. Das Gras ist mit Tau bedeckt, die Vögel singen zart. Statt in die aufgeweckte Kälte zu gehen, entschließe ich mich im Schutz der übergeworfenen Fransendecke am Fenster sitzend den Moment zu genießen. Die jungen Knospen an den Sträuchern zu erahnen, die Schnecke auf den Gartenfließen um ihre kontinuierliche langsame Fortbewegung zu bewundern und meine Katze beim Trinken am Teich zu beobachten. Ich freue mich daran, diesen Moment erleben zu dürfen. Den Blick für das schöne Alltägliche nicht durch Stress und Arbeitswut verloren zu haben. Manchmal braucht es gar nicht viel um glücklich zu sein.